ertappt

vor wenigen tagen war ich einmal aufs neue auf kurzer dienstfahrt unterwegs. ich komme ob der gewählten strecke am baumarkt meines vertrauens vorbei. mir fallen die vergläserten verkaufshallen und die an der strasse ausgestellten sonderangebote in auge. und ich denke ganz unvermittelt: wo ich schon mal hier bin, was könnte ich brauchen? da – zum ersten mal in dieser klarheit – wird mir klar, wie mich mein eigener kopf an der nase herum zu führen versucht – oder einfach gesagt: wie mich mein gehirn verarscht. „ich muss einmal überlegen, was ich brauchen könnte.“ ha, wie dämonisch und hinterhältig hat sich der konsum in meine gehirnwindungen hinein gefressen. nachdenken, was man brauchen könnte. wie konnte dies passieren? wie konnte ich die schleichende umdeutung des wortes „brauchen“ nicht bemerken? wenn ich an dem tag etwas gebraucht habe, dann diese erkenntnis – dachte ich so bei mir und fuhr weiter.

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