magische zahlen

es gibt zahlen, anhand derer man eine ganze menge festmachen kann. die fitness zum beispiel: herzrate, erreichte kj, gesamtkilometerleistung, zeit pro 1000m brust, … im anschluss daran: verringerter bmi, besseres körperfettverhältnis, kg um 8 uhr. ein ganz eigenes universum verbirgt sich hinter solchen zahlen. wer es nicht kennt hat vermutlich eine schilddrüsenüberfunktion, einen bauch oder die ernährung im griff. glückwunsch! ich habe das nicht. hatte ich noch nie. eine einzige bleibende lebensaufgabe scheint mir das zu sein. ich finde, es gibt nichts komplizierteres als essen. an sich ist es ja nicht so schwierig. mund auf, essen rein, gut kauen vor dem schlucken (frei nach george w. bush), dazu genügend wasser pro tag. nur gibt es böse zahlen, die die sache völlig unkontrollierbar machen: scheiben brot pro mahlzeit, gramm butter pro brotscheibe … am ende eben die guten alten kalorien pro tag. man und auch frau (das weibliche geschlecht kennt sich in diese zahlen erstaunlich gut aus – und schuld sind natürlich die männer, denn sie schauen die frauen abhängig von diesen zahlen mehr oder weniger oft an … so zumindest eine gängige erklärung dieses methematischen geschlechterphänomens) kämpft ernsthaft darum, solche zahlen in den griff zu bekommen, denn erstaunlicherweise zeigen diese vielfach einen etwas diffusen aber höchst real empfundenen wohlfühlfaktor an. und wen diese zahlen nicht einfach kalt lassen, der und die hat meistens mit ihnen zu kämpfen. zwangsläufig scheint der im standardnahrungsüberangebot lebende durchschnittsnordwestler sich je besser zu fühlen, je weniger raum er in der welt einnimmt. ich kenne mich da wirklich aus, obwohl gute (sehr unterschiedliche) freundinnen und freunde zu zeiten meinen, es wäre jammern auf hohem niveau. aber gut, niveau hin oder her … zumindest eine bleibende aufgabe meines lebens ist mir (ganz persönlich für mich selbst) überantwortet. ich freu mich über mathematik insofern, als mein selbstbewußtsein mit der anzahl der geleisteten trainingsminuten proportional steigt. das schlimme ist, dass es mit der anzahl der überdimensionierten mahzeiten exponentiell sinkt. solch ein zusammenhang ist meines erachtens etwas … sagen wir gemein. wahrscheinlich bin ich deshalb theologe und kein mathematiker geworden! freie gnade und so, völlig unabhängig von meinen leistungen und meinem bmi! aber ganz ehrlich: morgens um 7:00 uhr weniger kilos auf die waage zu bringen, das ist schon ein bisschen so, als ob die sonne an einem wunderschönen blauhimmeltag aufgeht! sammeln sie auch regenschirme? gute nacht allerseits.

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