autofahren

… das könnte ich immer. der straße weiter folgen – immer weiter. manchmal, nachts, da möchte ich einfach weiterfahren. immer weiter, bis dorthin, wo das land aufhört, dorthin, wo der ozean beginnt und der sturm die wellen gegen die kaimauern wirft. dort ist der ort der freiheit – mein ort der freiheit. und mit jedem kilometer dorthin spürst du dieses gefühl größer werden, bis es dich ganz durchflutet. mehr noch, bis es durch alle poren nach außen dringt. auf der hafenmauer schlägt dir die gischt ins gesicht. und du spürst sie, die freiheit. diesen moment musst du genießen, so lange er währt. wahrscheinlich wird es nicht lange sein. nicht lange, verglichen mit der fahrt zum ort der freiheit. hierin liegt ihr geheimnis … du spürst sie, lebst darin und genießt sie. und doch währt sie nur bis zu dem zeitpunkt, an dem die kleider durchnässt sind, du vor kälte zitterst und du dich fragst, wo der nächste angenehm warme ort ist. und nun? wieder einsteigen, autofahren, zurück dorthin, wo dich ein warmes zimmer und deine vertraute teekanne erwatet? oder die straße aufgeben und das meer wählen … du musst dich entscheiden. kannst du den festen boden verlassen? ausprobieren, ob das wasser trägt? wenn ja, dann wird deine freiheit einen ganz neuen horizont erfahren. wenn nein, dann bleibt dir nur noch zu schwimmen … bis dir die kraft ausgeht. ich wünsche dir eine gute nacht.

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