nachtspaziergang

es ist schon lange dunkel. die nacht breitet sich aus. immer weniger autos kommen die straße entlang. und es zieht mich hinaus. noch einmal die strasse entlang gehen bis zum ortsende. dann weiter auf dem weg, der zum wald führt, die wiese hinauf. immer mehr eins werden mit der dunkelheit. nur noch beschienen vom mond. die bilder in den sternen suchend. vom bekannten ausgehen und von dort aus den versuch starten, ein neues bild zu finden. doch ohne neues wissen findet sich kein neues bild. dann eben zurück zum großen wagen. und zurück zu den einsamen schritten, weiter richtung wald. ich gehe weiter. wie eine dunkle wand steht er da. und ich weiß, ich werde angst bekommen, sobald ich die wand durchschreite. dabei habe ich keine wirkliche ahnung von den dingen, die mir im wald zustoßen könnten. ich habe nur meine einbildungen, die sich ausbreiten, so wie der wald, der sich nun um mich schließt. einsame schritte in der dunkelheit. doch welche dunkelheit die gefährlichere ist, weiß ich nicht – die umschließende oder die verschließende. ich sehe die sterne nicht mehr. dabei kenne ich nicht mal ihre namen. und kenne nur so wenige bilder, nur wenig orientierung können sie mir geben. und doch suche ich sie, suche den großen wagen. und obwohl so wenig orientierung zu finden ist, suche ich den weg aus den dunkelheiten heraus. zurück dorthin, wo meine konturen schärfer werden und ich den himmel wieder sehe. schon der nachthimmel würde doch reichen. und das ferne geräusch der wenigen wagen, deren fahrer ein ziel haben. wenigstens raus aus dem wald. aber wird die nacht vor dem spaziergangang ein ende haben, oder wird es umgekehrt sein? … gute nacht allerseits!

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