im osten was neues

da sitze ich nun, habe urlaub und genieße die sonne, die hier so ziemlich zur ersten morgendlichen minute in deutschen landen erscheint. und siehe da, wer hat den landstrich der frühen sonne in ostvorpommern schon quasi „besetzt“? unsere landesverteidigende bundeswehr. ob es was zu bedeuten hat, dass wir hier ganz nah an der polnischen grenze sind? eindrücklich jedenfalls sind die „vorsicht panzer“ schilder und der grollende geschützlärm, der allenthalben und unregelmäßig an meine ohren dringt. merkwüdig fremd ist mir dieses umfeld als ex-zivildienstleistendem. aber auch die liebe bundeswehr gebärdet sich hier recht zivil. um genau zu sein: ich glaube fast, es gibt hier mehr „militärisches schutzgebiet“ schilder als soldaten. wobei, gestern habe ich einen gesehen, einen soldaten. und er plauderte einfach über den gartenzaun hinweg mit einem nachbarn. zugegebenermaßen hatte ich mir die alltägliche existenz eines soldaten (was war gleich die bedeutung der drei hellgrünen nussecken auf dem oberarm?) anders vorgestellt. aber gut: wenn die deutsche bewaffnette friedenstruppe am hindukusch das gute zusammenleben lebensnah vermitteln möchte, dann sollte das tägliche plaudern eindeutig zur steinharten grundausbildung gehören. und so lassen sich denn auch die grenzen zwischen den menschen überwinden, ganz ohne das überflanken von hindernissen. schön schlau unsere soldaten! es geht voran in der truppe. allerdings schaute der dreifach-beeckte noch recht grimmig. daran ist zu arbeiten. aber ich denke, ich sollte nicht zu viel auf einmal von jemandem erwarten, der ein großes maß der täglich zur verfügung stehenden energie in das falten von hemden auf din-a4 format zubringen muss. richtet man schutzgebiete eigentlich nicht zur erhaltung bedrohter arten ein?

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